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04.06.2025

Makrofotografie mit OM System

auf Tour mit Florian Dzula und OM System

Makrofotografie OM-System

In der Welt der Fotografie gibt es kaum ein Genre, das so viel Geduld, Präzision und Neugier verlangt wie die Makrofotografie. Florian Dzula – besser bekannt als macroflodzl – widmet sich seit Jahren genau diesem Blick ins Detail. Als OM System Ambassador zeigt er, wie faszinierend die oft übersehenen Mikrowelten direkt vor unserer Haustür sein können.

Und als Warnung schon mal vorweg: In diesem Artikel werden Spinnen vorkommen. Ihr wurdet gewarnt.

Ob Spinnenporträts mit eindrucksvoller Nähe oder technisch anspruchsvolle Fokus-Stacks – Florian verbindet seine Leidenschaft für die Natur mit einem Gespür für Technik. Wir haben ihn getroffen und auf einer Makro-Tour begleitet, um uns ein paar Tipps und Tricks direkt vom Profi abzuholen.


Zum YouTube Video

Begleite uns im Video auf einen spannenden Makro-Fotowalk mit Florian Dzula und sieh selbst, wie das neue OM System 90mm f/3.5 Macro in der Praxis performt. Nah dran, ganz groß – jetzt reinschauen!
Neben beeindruckenden Bildern bekommst du auch wertvolle Tipps zur Ausrüstung, Lichtführung und Herangehensweise bei der Makrofotografie.


Manchmal kommt es dann doch aufs Equipment an

Florian ist inzwischen seit über vier Jahren als Ambassador für OM System unterwegs – und das mit Überzeugung. Denn aktuell macht ihm kein anderer Hersteller die Makrofotografie so leicht. Besonders ein Objektiv hat es ihm angetan: das OM System M.Zuiko Digital ED 90mm f/3.5 Macro IS PRO.
Es bietet eine 2-fache Vergrößerung – also einen Abbildungsmaßstab von 2:1 – und das mit Autofokus. Damit lässt es sich ideal mit den modernen Funktionen der OM-System-Kameras kombinieren, etwa mit dem automatischen Fokus-Bracketing fürs spätere Fokus-Stacking.

Gerade hier spielt das MFT-System seine Stärken aus: Der kleinere Sensor mit Crop-Faktor kommt der Makrofotografie zugute. Auch die schnelle Auslesegeschwindigkeit erleichtert Serienaufnahmen, ohne dass der Kamera-Buffer überläuft.

Florian arbeitet derzeit mit der OM-1 Mark II, aber auch andere OM-System-Kameras wie die OM-5 unterstützen Fokus-Stacking direkt in der Kamera.

„Diese Kombination gibt’s so bei keinem anderen Hersteller“, betont Florian.
„Ein gutes Makroobjektiv mit 2:1-Vergrößerung, Autofokus und Fokus-Stacking – das war ein echter Wendepunkt für mich, als ich vor vier Jahren zu OM System gewechselt bin.“

Bestes Equipment für Makrofotografie?

Natur und Tierschutz immer im Blick

Ein weiteres Schlüsselelement in Florians Workflow: der Blitz.
„Damit friert man jede noch so kleine Bewegung direkt ein – selbst bei längeren Belichtungszeiten entstehen gestochen scharfe Fotos.“ Das ist vor allem fürs Fokus-Stacking unerlässlich. Bewegungen von Fühlern oder Beinen lassen sich so deutlich besser kontrollieren.

Er setzt dabei auf einen Godox-Blitz.
„Einfach auf die niedrigste Leistung stellen. Dann ist die Abbrenndauer so kurz, dass wir auch bei schnellen Stacks keine Probleme haben.“ In der Praxis sieht das manchmal aus wie ein kleines Stroboskop-Feuerwerk.

Aber ist das nicht schädlich für die Insekten, wenn sie mehrfach so nah geblitzt werden?

Florian winkt ab:

„Insektenaugen funktionieren ganz anders als unsere – keine Iris, keine Augenlider, nichts, was den Lichteinfall reguliert. Und trotzdem sitzen sie bei vollem Sonnenschein auf Pflanzen – und der ist um ein Vielfaches heller als mein Blitz auf Minimalleistung.“
Mit lichtempfindlichen Tieren würde er das aber natürlich nicht machen.

Ein weiteres unverzichtbares Zubehör ist der passende Diffusor, der das Licht weicher macht und für eine gleichmäßige Ausleuchtung sorgt. Gerade bei Insektenporträts ist das essenziell.

Florian greift so wenig wie möglich in die Natur ein. Aber ein Blatt mal kurz zurechtbiegen oder eine Spinne dazu animieren, auf ein Stück Holz zu krabbeln, ist für ihn in Ordnung. Er zeigt uns sogar, wie man das Blatt mit der linken Hand hält und gleichzeitig das Objektiv auf derselben Hand abstützt und balanciert.
Mit der OM-1 II und ihrer exzellenten Bildstabilisierung lässt sich so – mit etwas Übung – sogar freihändig stacken.

Insekten Makro Fotografie
Makrofotografie OM System mit Florian Dzula
Ist OM System am besten für Makrofotografie?
Makrofotografie von Florian Dzula

Fotos von Florian Dzula

Und was ist neben der Technik noch wichtig in der Makrofotografie?

„Geduld“, kommt Florians Antwort ohne Zögern.

„Oft lohnt es sich, nicht aktiv zu suchen, sondern sich einfach mal hinzusetzen und zu schauen, was so vorbeikommt.“ Und tatsächlich – während wir eine Pause machen, kommen die Motive quasi von allein angekrabbelt. Dann heißt es nur noch: ruhig bleiben, Technik beherrschen – und auslösen.

Wir sind ohnehin beeindruckt von Florians Blick für Details. Gefühlt erkennt er winzige Springspinnen schon aus mehreren Metern Entfernung – und weiß auch direkt, zu welcher Gattung sie gehören.
„Das kommt irgendwann ganz von selbst, wenn man sich jahrelang mit Käfern und Spinnen beschäftigt“, lacht er.

Tatsächlich kam seine Begeisterung für Insekten erst durch die Fotografie:

„Ich fand das Thema Makro einfach faszinierend. Und da ich nicht so der Blumentyp bin, blieben eben nur die Insekten übrig“, scherzt er.