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23.10.2025

Fujifilm X-T30 III im Test

Der Klassiker bekommt Feinschliff

Autor: Florian Kunde

Fujifilm X-T30 III Praxistest

Manchmal muss man Bewährtes einfach beibehalten. Die neue Fujifilm X-T30 III ist so ein Fall: Sie sieht fast identisch aus wie ihre Vorgängerin, fühlt sich vertraut an, bietet aber im Inneren spürbar mehr Leistung. Die kompakte Systemkamera richtet sich an Fotografen und Fotografinnen, die mit leichtem Gepäck unterwegs sind – egal ob auf Reisen, im Alltag oder bei spontanen Street-Sessions.

Mit nur 378 Gramm bleibt sie angenehm leicht, das Gehäuse misst gerade einmal 118,4 × 82,8 × 46,8 mm. Neu ist die elegante Farbvariante Anthrazit, die sich stilvoll zwischen dem klassischen Schwarz und Silber einreiht. Damit spricht Fujifilm gezielt Nutzer an, die neben Funktionalität auch Wert auf ein schönes Design legen. Die Kamera liegt ausgewogen in der Hand und bleibt trotz der kompakten Maße angenehm griffig.

Technische Daten der X-T30 III

  • Effektive Pixelzahl: 26,1 Mio. Pixel

  • Bildsensor: 23,5 × 15,6 mm (APS-C) X-Trans CMOS 4

  • Prozessor: X-Prozessor 5

  • Display: 7,6 cm (3 Zoll) Touch-LCD mit 1,62 Mio. Punkten

  • Sucher: Elektronischer OLED-Sucher mit 2,36 Mio. Punkten / 0,62× Vergrößerung

  • Verschlusszeit: Mechanisch bis 1/4.000 s / Elektronisch bis 1/32.000 s

  • Videoaufzeichnung: 6,2K 30p / 4K 60p (10-Bit 4:2:2 intern)

  • Konnektivität: Bluetooth 4.2 / Wi-Fi (802.11 b/g/n) / USB-C / Micro-HDMI / 3,5 mm Mikrofoneingang

  • Filmsimulationen: 20 Modi inkl. Reala Ace und Nostalgic Neg.

  • Serienaufnahme: 8 B/s mechanisch / 30 B/s elektronisch (1,25× Crop)

  • Bildstabilisierung: Digitale Stabilisierung (Video)

  • Gewicht: ca. 378 g (mit Akku und Speicherkarte)

  •  

  • Abmessungen: 118,4 × 82,8 × 46,8 mm

Fujifilm X-T30 III front

Neues Filmsimulationsrad für Fuji-Fans

Das auffälligste äußere Detail ist das neue Filmsimulationsrad auf der Oberseite. Wo früher das Drive-Dial saß, lässt sich jetzt aus zehn Positionen direkt der gewünschte Look wählen. Mit dabei sind Klassiker wie PROVIA, Velvia oder ASTIA, aber auch neuere Simulationen wie Reala Ace und Nostalgic Neg.

Insgesamt bietet die Kamera 20 Filmsimulationen. Eigene Rezepte können auf F1 bis F3 gespeichert werden. Wer Fuji kennt, weiß, dass genau diese kreativen Looks das Herzstück des Systems sind. Das neue Rad macht sie noch zugänglicher und intuitiver. Gerade für Fotografen und Fotografinnen, die JPEGs direkt aus der Kamera nutzen, ist das eine echte Zeitersparnis und Inspiration zugleich. So entstehen fertige Bilder mit Charakter, ohne dass man sie später lange bearbeiten muss.


Zum YouTube Review der X-T30 III

Wir zeigen dir im Video, warum die X-T30-Serie zu den beliebtesten Kameras im Fujifilm-Line-up gehört. Wir werfen auch einen genauen Blick darauf, was sich bei der neuen X-T30 III im Vergleich zur Vorgängerin wirklich verändert hat. Außerdem erfährst du, für wen sich das Upgrade lohnt.


Sensor bleibt, Prozessor neu

Im Inneren arbeitet weiterhin der bewährte 26-Megapixel X-Trans CMOS 4 Sensor, kombiniert mit dem neuen X-Prozessor 5. Diese Kombination sorgt für deutlich mehr Rechenleistung, eine schnellere Verarbeitung und ein spürbar verbessertes Autofokus-System.

Dank KI-basierter Motiverkennung erkennt die X-T30 III nicht nur Gesichter und Augen, sondern auch Tiere, Vögel, Autos, Fahrräder, Flugzeuge und Züge. In der Praxis reagiert der Autofokus präziser und zuverlässiger, selbst bei schnellen Bewegungen. Wer bereits mit der X-T30 II gearbeitet hat, wird den Unterschied sofort merken. Serienaufnahmen sind mit 8 Bildern pro Sekunde mechanisch und bis zu 30 Bildern elektronisch möglich. Damit eignet sich die Kamera auch für Sport, Street oder Familienfotos, bei denen es auf Reaktionsschnelligkeit ankommt.

Fujifilm X-T30 III Beispielbild
Fujifilm X-T30 III Beispielbild
Fujifilm X-T30 III Beispielbild Street
Fujifilm X-T30 III Beispielbild Natur
Fujifilm X-T30 III Beispielbild Katze
Fujifilm X-T30 III Beispielbild Hamburg
Fujifilm X-T30 III Beispielbild Landschaft

6K-Video und verbesserter Autofokus

Auch beim Thema Video hat Fujifilm spürbar nachgelegt. Die X-T30 III nimmt jetzt 6,2K-Videos mit 30p und 4K-Clips mit 60p in 4:2:2 10-Bit auf, wahlweise intern oder extern über HDMI. Damit schließt sie zur oberen Mittelklasse auf und bietet ambitionierten Filmern ein starkes Gesamtpaket.

Neu ist auch der Tracking-Autofokus im Video, der Motive sicher verfolgt und sanft nachzieht. Zwar gibt es weiterhin keine sensorbasierte Stabilisierung, doch die digitale DIS-Stabilisierung arbeitet zuverlässig und sorgt für ruhige Clips, gerade bei Vlogs oder kurzen Interviews. Zusätzlich wurde der Portrait Enhancer integriert, der Hauttöne leicht glättet und natürliche Ergebnisse liefert. Damit ist die X-T30 III nicht nur für Fotografen, sondern auch für Content Creator interessant, die Wert auf gute Bildqualität legen, ohne viel nachbearbeiten zu müssen.

Neues Kit-Objektiv XC 13–33 mm F3.5–6.3 OIS

Passend zur Kamera erscheint das neue XC 13–33 mm F3.5–6.3 OIS, ein besonders kompaktes Standardzoom mit einem Brennweitenbereich von 20 bis 50 mm (KB-äquivalent). Es wiegt nur 125 Gramm, verfügt über einen Bildstabilisator mit bis zu 4 EV-Stufen und eine Naheinstellgrenze von 20 cm. Dank seiner 10 Linsen in 9 Gruppen liefert es eine gute Schärfe und eignet sich ideal für Reise- und Street-Fotografie.

Bedienung und Alltag

Das Bedienkonzept bleibt typisch Fujifilm: klar, direkt und mit vielen physischen Rädern. Wer analoges Feeling mag, wird sich sofort zurechtfinden. Besonders praktisch ist die Möglichkeit, mit einem Klick auf das vordere Einstellrad zwischen ISO und Blende zu wechseln. Das spart Zeit und macht den Wechsel zwischen Situationen besonders flüssig.

Ein kleiner Kritikpunkt bleibt die Q-Taste, die bei größeren Händen etwas ungünstig platziert ist. Dafür überzeugt die Akkulaufzeit mit rund 425 Aufnahmen pro Ladung. Der integrierte Pop-up-Blitz ist ebenfalls wieder an Bord und erweist sich im Alltag oft als nützlich, etwa bei Porträts im Gegenlicht oder Innenräumen. Insgesamt fühlt sich die Kamera wie ein durchdachtes Werkzeug an, das man einfach gern in die Hand nimmt.

Ein wichtiger Aspekt des neuen Autofokussystems ist die kontinuierliche Verbesserung durch den Hersteller. Fujifilm ist bekannt dafür, regelmäßig Firmware-Updates zu veröffentlichen, die nicht nur bestehende Funktionen verbessern, sondern oft auch ganz neue Features hinzufügen. Diese Updates können signifikante Verbesserungen des Autofokussystems beinhalten, von schnelleren Fokussierungsgeschwindigkeiten bis hin zu verbesserten Algorithmen für die Objektverfolgung und Gesichtserkennung.

Vergleich Fujifilm X-T30 ii vs. X-T30 iii vs- X-T50

Fujifilm X-T30 II Fujifilm X-T30 III Fujifilm X-T50
Sensor 26,1 MP X-Trans CMOS 4 26,1 MP X-Trans CMOS 4 40,2 MP X-Trans CMOS 5 HR
Prozessor X-Processor 4 X-Processor 5 X-Processor 5
Autofokus Gesichts- und Augen-AF KI-AF mit Gesichts-, Tier- und Objekterkennung KI-AF mit Gesichts-, Tier- und Objekterkennung
Serienbildgeschwindigkeit 8 fps mechanisch / 30 fps elektronisch 8 fps mechanisch / 30 fps elektronisch 8 fps mechanisch / 20 fps elektronisch
Filmsimulationen 18 Simulationen 20 Simulationen inkl. Reala Ace & Nostalgic Neg. 20 Simulationen mit Filmsimulationsrad
Video 4K 30p (8-bit 4:2:0) 6.2K 30p / 4K 60p (10-bit 4:2:2) 6.2K 30p / 4K 60p (10-bit 4:2:2)
Bildstabilisierung nur digital (Video) nur digital (Video) IBIS bis 7 Stufen + digital (Video)
Display 3 Zoll Touch-LCD (1,62 Mio. Punkte) 3 Zoll Touch-LCD (1,62 Mio. Punkte) 3 Zoll Touch-LCD (1,84 Mio. Punkte, 2-Wege-Klappmechanik)
Sucher OLED 2,36 Mio. Punkte / 0,62× Vergrößerung OLED 2,36 Mio. Punkte / 0,62× Vergrößerung OLED 2,36 Mio. Punkte / 0,62× Vergrößerung
Akkulaufzeit ca. 380 Aufnahmen ca. 425 Aufnahmen ca. 390 Aufnahmen
Abmessungen 118,4 × 82,8 × 46,8 mm 118,4 × 82,8 × 46,8 mm 123,8 × 84 × 48,8 mm
Gewicht 378 g 378 g 438 g
Farben Schwarz / Silber Schwarz / Silber / Anthrazit Schwarz / Silber / Charcoal Silver
Fujifilm X-T30 III Test Fazit

Unser Fazit zur Fujifilm X-T30 III

Die Fujifilm X-T30 III ist kein radikaler Neuanfang, sondern ein konsequent verfeinertes Update. Das vertraute Design, der neue X-Prozessor 5, der überarbeitete Autofokus mit KI-Erkennung und das neue Filmsimulationsrad machen sie zu einer sehr spannenden kompakten Systemkamera.

Für Reisefotografen, Familien und Street-Fotografinnen ist sie ein rundes Gesamtpaket, das Leistung und Stil vereint. Wer den Fuji-Look liebt und eine vielseitige, handliche Kamera sucht, bekommt hier eine starke Partnerin für Alltag und Reise. Preislich bleibt sie attraktiv, denn für unter 1.000 Euro bietet sie Features, die man sonst nur aus höheren Serien kennt.