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08.10.2026

Sigma 50-120mm f2.8: Lichtstarkes Telezoom für APS-C

Durchgehend f2.8, optisch stabilisiert und nur 390 g leicht: Sigmas kompaktes Telezoom.

Autor: Florian Kunde

Sigma 12mm f1.4 im Test

Mit dem Sigma 50-120mm f2.8 DC OS Contemporary bekommt APS-C eine spannende Ergänzung: ein lichtstarkes Telezoom mit optischem Bildstabilisator, das in der Sony-E-Version gerade einmal 390 g wiegt. Für uns ist das eine erfreuliche Neuheit. Ein ambitioniertes Objektiv, das die kompakte Bauweise des Kameraformats ernst nimmt und sich zugleich nahtlos an das Sigma 18-50mm f2.8 anschließt. Das neue Zoom erscheint für Sony E, Fujifilm X und Canon RF.


Technische Daten des Sigma 50-120mm f2.8 für APS-C

  • Bajonett: Sony E, Fujifilm X, Canon RF (APS-C)
  • Brennweite: 50–120 mm
  • Blende: f2.8–22
  • Blendenlamellen: 11
  • Linsen/Gruppen: 18 Elemente in 13 Gruppen (inkl. 1 FLD-, 3 SLD- und 4 asphärischen Elementen)
  • Autofokus: HLA-Linearmotor
  • Bildstabilisator: optischer OS bis zu 6,5 Stufen bei 50 mm und 4,5 Stufen bei 120 mm nach CIPA
  • Abbildungsmaßstab: 1:3 bei 50 mm, 1:4,7 bei 120 mm
  • Naheinstellgrenze: 23 cm bei 50 mm, 55 cm bei 120 mm
  • Filterdurchmesser: 55 mm
  • Wetterschutz: staub- und spritzwassergeschützt; Frontlinse mit wasser- und ölabweisender Beschichtung
  • Maße (Durchmesser × Länge): Sony E: 66,8 × 99 mm; Fujifilm X: 66,8 × 99,3 mm; Canon RF: 69 × 97 mm
  • Gewicht: Sony E: 390 g; Fujifilm X: 390 g; Canon RF: 410 g
Sigma 50-120mm f2.8 Contemporary

50-120mm mit durchgehend f2.8

Der Brennweitenbereich ist gut gewählt. An APS-C-Kameras von Sony und Fujifilm entspricht er ungefähr dem Bildwinkel eines 75-180mm-Objektivs an Vollformat. Bei Canon APS-C sind es rund 80-192 mm. Damit deckt das Sigma einen Bereich ab, der sich für Porträts, Details in der Landschaft und engere Ausschnitte bei Veranstaltungen anbietet.

Am kurzen Ende lässt sich noch etwas Umgebung in ein Porträt einbeziehen. Bei 120 mm können wir aus größerem Abstand fotografieren oder einzelne Elemente gezielt aus einer Szene herausgreifen. Für weit entfernte Tiere und andere Motive, die viel Reichweite verlangen, bleibt die maximale Brennweite dagegen begrenzt.

 

Besonders interessant ist die durchgehende Lichtstärke f2.8. Beim Zoomen bleibt die maximale Blendenöffnung erhalten. Das erleichtert die Arbeit mit konstanten Belichtungseinstellungen und bietet Spielraum für kurze Verschlusszeiten bei weniger Licht. Gleichzeitig eröffnet die Kombination aus Telebrennweite und großer Offenblende Möglichkeiten, das Motiv mit einem unscharfen Hintergrund hervorzuheben.

Die passende Ergänzung zum Sigma 18-50mm f2.8

Das Sigma 18-50mm f2.8 endet genau dort, wo das neue Telezoom beginnt. Zusammen decken beide Objektive 18 bis 120 mm mit durchgehend f2.8 und ohne Brennweitenlücke ab. Das ist eine schlüssige Kombination für Fotografen und Fotografinnen, die vielseitig arbeiten und ihre Ausrüstung trotzdem überschaubar halten möchten.

Während das Standardzoom weitere Ansichten und Motive mit mehr Umgebung übernimmt, ergänzt das 50-120mm Porträts und engere Ausschnitte. Gerade unterwegs lässt sich damit flexibel auf unterschiedliche Situationen reagieren, ohne mehrere Festbrennweiten mitnehmen zu müssen.

 

Zusammen mit dem Sigma 10-18mm f2.8 DC DN Contemporary entsteht sogar ein durchgängiges Zoomtrio vom Ultraweitwinkel bis zum Tele. Laut Sigma wiegen alle drei Objektive zusammen weniger als 1 kg. Damit wird ein Vorteil von APS-C besonders greifbar: Eine lichtstarke Ausrüstung muss keine schwere Fototasche bedeuten.

Nur 390 g und 99 mm lang

In der Sony-E-Version wiegt das Sigma 50-120mm f2.8 lediglich 390 g und ist 99 mm lang. Für ein Telezoom mit durchgehend f2.8 und optischem Bildstabilisator ist das erfreulich kompakt. Die Werte beziehen sich ausdrücklich auf Sony E; Sigma nennt in der vorliegenden Pressemitteilung keine separaten Maße und Gewichte für Fujifilm X und Canon RF.

Hinzu kommt ein staub- und spritzwassergeschütztes Gehäuse. Die Frontlinse besitzt außerdem eine wasser- und ölabweisende Beschichtung. Das sind sinnvolle Ausstattungsmerkmale für ein Objektiv, das häufig draußen eingesetzt werden dürfte.

Bei der Bedienung verfolgt Sigma ein reduziertes Konzept. Separate Schalter für den Fokusmodus und den Bildstabilisator gibt es nicht. Entsprechende Einstellungen erfolgen damit über die Kamera. Wer häufig zwischen manuellem Fokus und Autofokus wechselt, sollte diesen Punkt im Blick behalten.

Ein erfreuliches Detail zeigt das offizielle Produktfoto der Sony-E-Version: einen eigenen Blendenring. Die direkte Blendenwahl am Objektiv ist für uns eine sinnvolle Ergänzung zur kompakten Bauweise. Gerade im Zusammenhang mit dem klassischen Bedienkonzept vieler Fujifilm-Kameras macht dieses Detail neugierig. Beim Sigma 18-50mm fehlt ein solcher Ring.

 

Optischer Bildstabilisator für Teleaufnahmen

Sigma stattet das 50-120mm mit einem optischen Bildstabilisator und dem OS2-Algorithmus aus. Der Hersteller gibt eine Wirkung von bis zu 6,5 Stufen bei 50 mm und 4,5 Stufen bei 120 mm an. Die Messung erfolgt nach CIPA-Richtlinien an einer spiegellosen APS-C-Kamera.

Gerade bei längeren Brennweiten kann die Stabilisierung helfen, Verwacklungen bei Aufnahmen aus der Hand zu reduzieren. Das ist für ruhig stehende Motive bei wenig Licht ebenso interessant wie für Kameras ohne integrierten Bildstabilisator. Eine Landschaftsaufnahme in der Dämmerung oder ein Detail im Schatten sind typische Situationen, in denen sich dieser Spielraum nutzen lässt.

Bewegungen des Motivs gleicht der Stabilisator allerdings nicht aus. Bei Menschen oder Tieren in Bewegung bleibt eine ausreichend kurze Verschlusszeit entscheidend. Wie effektiv die Stabilisierung mit einzelnen Kameras zusammenarbeitet, müssen wir in einem Praxistest prüfen.

 

HLA-Autofokus und minimiertes Focus Breathing

Für den Autofokus setzt Sigma auf einen HLA-Linearmotor. HLA steht für High-response Linear Actuator. Der Hersteller verspricht damit eine schnelle Fokussierung, was insbesondere bei bewegten Motiven und wechselnden Aufnahmeabständen wichtig ist.

Für Videoaufnahmen wurde außerdem das Focus Breathing reduziert. Gemeint ist die Veränderung des Bildausschnitts beim Verlagern der Schärfe. Laut Sigma bleibt dieser Effekt beim neuen Zoom nahezu aus. Das soll Fokusverlagerungen natürlicher wirken lassen, beispielsweise beim Wechsel zwischen einer Person im Vordergrund und einem Detail im Hintergrund.

 

Die optische Konstruktion enthält ein FLD-Element, drei SLD-Elemente und vier asphärische Elemente. Sigma zielt damit auf eine hohe Abbildungsleistung bis in die Bildränder und über den gesamten Zoombereich. Ob das Objektiv diesen Anspruch auch bei Offenblende erfüllt, können wir ohne eigene Aufnahmen noch nicht beurteilen.

Fazit Sigma 50-120mm telezoom Sigma APS-C

Fazit: Eine willkommene Ergänzung für APS-C

Das Sigma 50-120mm f2.8 verbindet einen vielseitigen Telebereich mit durchgehender Lichtstärke, optischer Stabilisierung und erfreulich wenig Gewicht. Besonders als Ergänzung zum 18-50mm ergibt es für uns ein überzeugendes Konzept. Der Blendenring am abgebildeten Sony-E-Modell ist ein zusätzliches Plus bei der Bedienung. Bildqualität, Autofokus und Stabilisierung müssen ihre Leistung noch im Test zeigen. Schon die Ausstattung macht aber deutlich, dass Sigma APS-C auch mit ambitionierten Zoomobjektiven weiter ausbaut.