Nikon NIKKOR Z 120-300mm f2.8 TC VR S - Produktvorstellung
Mehr Spielraum am Spielfeldrand
Ob am Spielfeldrand oder bei Tieraufnahmen: Wenn sich die Entfernung zum Motiv schnell ändert, hilft ein Zoom dabei, den passenden Bildausschnitt zu wählen. Das Nikon NIKKOR Z 120-300mm f2.8 TC VR S verbindet diese Flexibilität mit einer durchgängigen Lichtstärke von f2.8. Wird mehr Reichweite benötigt, erweitert der integrierte 1,4-fach-Telekonverter den Brennweitenbereich auf 168–420mm bei f4. Damit richtet sich das Objektiv besonders an Fotografen und Fotografinnen, die auch bei wenig Licht mit kurzen Belichtungszeiten arbeiten und ihre Motive gezielt vom Hintergrund trennen möchten.
Technische Daten
- Bajonett: Nikon Z
- Brennweitenbereich: 120–300mm, mit integriertem Telekonverter 168–420mm
- Lichtstärke: f2.8, mit integriertem Telekonverter f4
- Blendenlamellen: 9, abgerundet
- Linsen/Gruppen: 30 Linsen in 24 Gruppen, davon 8 Linsen in 5 Gruppen im Telekonverter
- Speziallinsen: 1 ED-Glas-Linse, 1 Super-ED-Glas-Linse, 1 asphärische Linse, 1 Fluoritlinse und 1 SR-Glas-Linse
- Vergütungen: meso-amorphe Vergütung, ARNEO-Vergütung und Fluorvergütung des Schutzglases
- Autofokus: ja, Silky-Swift-Antrieb mit Multi-Focusing-System
- Abbildungsmaßstab: maximal 1:5,5, mit integriertem Telekonverter 1:4
- Naheinstellgrenze: 0,98–2,00 m,
- Filterdurchmesser: 112 mm, zusätzlich hintere Einsteckfilter möglich
- Bildstabilisierung: ja, bis zu 6,5 Blendenstufen mit Synchro-VR*
- Wetterschutz: gegen Staub und Feuchtigkeit abgedichtet
- Maße: ca. 128 × 353,5 mm
- Gewicht: ca. 2735 g
120–300mm f2.8: Flexibilität für schnelle Situationen
Ein lichtstarkes Teleobjektiv gehört in der Sportfotografie aus gutem Grund zur Standardausrüstung. Die große Blendenöffnung schafft Spielraum für kurze Belichtungszeiten und hilft dabei, das Hauptmotiv vom Hintergrund zu trennen. Bei einer Festbrennweite ist der Bildausschnitt allerdings weitgehend durch den eigenen Standort vorgegeben. Gerade am Spielfeldrand lässt sich dieser nicht beliebig verändern.
Mit seinem Zoombereich bietet das NIKKOR Z 120-300mm f2.8 TC VR S hier mehr Möglichkeiten. Bei 300mm lassen sich einzelne Spieler und Details herausgreifen. Kommt das Geschehen näher, kann durch Herauszoomen mehr von der Situation ins Bild genommen werden. Die Lichtstärke f2.8 bleibt dabei über den gesamten Zoombereich erhalten.
Auch abseits des Sports ist diese Flexibilität hilfreich. Bei Tieraufnahmen kann beispielsweise zwischen einem engeren Porträt und einer Aufnahme mit mehr Umgebung gewechselt werden, ohne den Standort zu verändern. Ein kürzeres Telezoom ersetzt das Nikon allerdings nicht vollständig: 120mm als Anfangsbrennweite können bei geringem Aufnahmeabstand bereits recht eng sein.
Integrierter Telekonverter: Mit einem Handgriff bis 420mm
Der eingebaute 1,4-fach-Telekonverter erweitert den Brennweitenbereich auf **168–420mm bei durchgängiger Lichtstärke f4**. Er lässt sich über einen Schalter am Objektiv zuschalten und gegen unbeabsichtigtes Verstellen sichern.
Der praktische Vorteil liegt vor allem im schnellen Wechsel. Bei einem separaten Konverter muss das Objektiv von der Kamera genommen werden. Hier genügt ein Handgriff, um auf ein weiter entferntes Motiv zu reagieren. Kommt es wieder näher, lässt sich der ursprüngliche Brennweitenbereich ebenso schnell zurückholen.
Dabei lohnt sich ein bewusster Umgang mit dem Konverter. Wird die zusätzliche Reichweite nicht benötigt, stehen ohne ihn wieder f2.8 und damit eine volle Blendenstufe mehr Licht zur Verfügung. Gerade unter Flutlicht oder bei nachlassendem Tageslicht kann das entscheidend sein, um die ISO-Empfindlichkeit bei gleicher Belichtungszeit niedriger zu halten.
Ein vollständiger Ersatz für ein 400mm f2.8 ist das Zoom deshalb nicht. Bei vergleichbarer langer Brennweite bietet die Festbrennweite eine höhere Lichtstärke. Das 120–300mm setzt dafür auf einen größeren Spielraum bei der Bildgestaltung.
Optischer Aufbau für hohe Anforderungen
Nikon kombiniert beim NIKKOR Z 120-300mm f2.8 TC VR S insgesamt 30 Linsen in 24 Gruppen. Acht dieser Linsen gehören zum integrierten Telekonverter. Zum Aufbau zählen unter anderem ED-, Super-ED- und SR-Glas sowie eine Fluoritlinse und ein asphärisches Element. Diese Konstruktion soll Farbfehler reduzieren und eine hohe Detailwiedergabe ermöglichen.
Für Aufnahmen bei Gegenlicht kommen eine meso-amorphe Vergütung und die ARNEO-Vergütung zum Einsatz. Sie sollen Reflexionen und Geisterbilder begrenzen. Das ist beispielsweise bei tief stehender Sonne oder hellen Lichtquellen im Stadion relevant.
Die Kombination aus langer Brennweite und großer Blendenöffnung bietet zudem gute Voraussetzungen, um Motive vor einem unscharfen Hintergrund hervorzuheben. Wie ruhig dieser ausfällt, hängt neben der Blende auch von Aufnahmeabstand und Hintergrund ab.
Der integrierte Konverter ist auf das Objektiv abgestimmt. Eine pauschale Aussage, dass sein Einsatz keinerlei Einfluss auf die Abbildungsleistung hat, wäre dennoch zu weitgehend. Sein wesentlicher Nutzen bleibt die unmittelbar verfügbare zusätzliche Reichweite.
Schneller Autofokus und bis zu 6,5 Blendenstufen VR
Beim Autofokus setzt Nikon auf ein Multi-Focusing-System mit Silky-Swift-Schwingspulenantrieb. Es ist auf schnelle, präzise und geräuscharme Fokusbewegungen ausgelegt. Ein neuer Steuerungsalgorithmus soll die Schärfenachführung auch bei hohen Serienbildraten unterstützen.
Für Sport- und Tieraufnahmen ist dabei nicht nur das erstmalige Erfassen des Motivs wichtig. Ebenso entscheidend ist, wie zuverlässig die Kombination aus Kamera und Objektiv auf wechselnde Entfernungen reagiert. Die verwendete Kamera, ihre AF-Einstellungen und die jeweilige Aufnahmesituation bleiben deshalb wichtige Faktoren.
Über den Fokusbegrenzer lässt sich der Arbeitsbereich auf Entfernungen ab 6m beschränken. Das kann bei weiter entfernten Motiven unnötige Fokusfahrten in den Nahbereich vermeiden.
Der Bildstabilisator erreicht unter den angegebenen Messbedingungen mit Synchro-VR bis zu 6,5 Blendenstufen Kompensation. Dieser Wert wurde an der Nikon Z6III ohne zugeschalteten Telekonverter am langen Brennweitenende ermittelt. Der VR kann Freihandaufnahmen erleichtern, ersetzt bei schnellen Bewegungen aber keine entsprechend kurze Belichtungszeit.
Handling: Innenzoom und anpassbare Bedienung
Mit rund 2735g bleibt das NIKKOR Z 120-300mm f2.8 TC VR S ein großes und schweres Objektiv. Für längere Einsätze an einem festen Standort bietet sich deshalb ein Einbeinstativ an. Kürzere Aufnahmeserien aus der Hand sind je nach Situation und persönlicher Belastbarkeit ebenfalls denkbar.
Die Innenzoomkonstruktion ist dabei ein Vorteil: Die äußere Länge verändert sich beim Zoomen nicht. Das erleichtert eine gleichmäßige Handhabung und vermeidet einen ausfahrenden Tubus.
Anpassbare Funktionstasten und ein Fn-Ring ermöglichen es, häufig benötigte Funktionen direkt am Objektiv abzurufen. Hinzu kommen ein Einstellring mit Klickstopp und eine schräg angeordnete Brennweitenskala. Die Stativschelle erlaubt den Wechsel zwischen Hoch- und Querformat, besitzt allerdings keine Rastpunkte zur Orientierung.
Der Stativfuß ist für Arca-Swiss-Schraubklemmen ausgelegt. Bei Hebelklemmen ist dagegen Vorsicht geboten, da eine ausreichende Haltekraft nicht grundsätzlich gewährleistet ist. Filter können sowohl über das vordere 112mm-Gewinde als auch über eine hintere Einstecklösung verwendet werden.
Abdichtungen gegen Staub und Feuchtigkeit sowie eine Fluorvergütung zur leichteren Reinigung der Frontlinse ergänzen die Ausstattung für den Außeneinsatz.