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19.04.2023

Flackern beim Filmen vermeiden

Tipps und Tricks für eine flackerfreie Aufnahme

Bist du es auch leid, dass deine Videos voller flackernder Lichter sind? Dann bist du hier genau richtig! Flackern kann die Qualität deiner Aufnahmen beeinträchtigen und sie unprofessionell aussehen lassen. Aber keine Sorge, es gibt ein paar einfache Tricks, um dieses Problem zu lösen und deine Videos auf die nächste Stufe zu bringen. In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du flackernde Lichter beim Video-Dreh vermeidest.

Wie entsteht das flackernde Licht in Videos?

Das unerwünschte Flackern von Lichtquellen ist ein häufiges Problem beim Filmen. Insbesondere bei Events wie Hochzeiten, bei denen wir die externen Lichtquellen nicht beeinflussen können, kann das Flackern unsere Videoqualität beeinträchtigen. Aber was verursacht dieses Flackern eigentlich?

Wenn eine Lichtquelle an das Stromnetz angeschlossen ist, kann Flackern entstehen. Das liegt daran, dass unser Stromnetz Wechselstrom liefert, bei dem der Stromverlauf ständig seine Richtung wechselt. In Europa hat das Stromnetz eine Frequenz von 50 Hertz. Das bedeutet, dass der Stromverlauf pro Sekunde 50 Mal seine Richtung ändert. Zweimal pro Periode fließt dabei kein Strom durch die Leitungen.

Einige Leuchtmittel können dadurch für einen Bruchteil einer Sekunde abklingen. Normalerweise nehmen wir diesen Prozess gar nicht wahr, weil unser Auge bzw. unser Hirn zu träge in der Verarbeitung ist. Das Problem des Flackerns entsteht beim Filmen dann, wenn die Aufnahmefrequenz der Kamera nicht mit der Frequenz des Stromnetzes synchronisiert ist. Das führt zu einem Flackern im Video, das insbesondere bei Zeitlupenaufnahmen deutlich sichtbar wird.

Flackern Beispiel
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Wie lassen sich flackernde Lichter in Videos vermeiden?

Wie kann man also das Flackern in Videos vermeiden? Eine Möglichkeit besteht darin, spezielle Filter oder Tools zu verwenden, um das Flackern zu reduzieren. Eine weitere Option ist jedoch um einiges kostengünstiger und viel einfacher:

Synchronisiere die Einstellungen der Kamera so, dass sie mit der Frequenz des Stromnetzes harmoniert ist. Der erste Schritt dazu ist, dass du in den Einstellungen deiner Kamera zwischen PAL oder NTCS wählst. Für Europa ist PAL die richtige Einstellung. Im nächsten Schritt passt du die Bildfrequenz deiner Video-Aufnahme an. Dazu wählst du dann eben 25, 50 oder 100 Bilder die Sekunde. Zuletzt passt du noch den Shutter auf ein Vielfaches der Netzfrequenz an. Für unsere Breitengerade heißt das 1/25s, 1/50s oder 1/100s.

Mit diesen Kameraeinstellungen bist du zumindest in Europa auf der sicheren Seite. In anderen Regionen der Welt kann die Netzfrequenz auch bei 60 Hertz liegen, so wie beispielsweise in den USA. Da müsstest du die Einstellungen dann analog auf die 60 Hertz ausgerichtet vornehmen.

Einstellungen PAL NTSC
Einstellungen Bildfrequenz
Einstellungen Shutter

Schwierig wird es wieder, wenn die Bildfrequenzen über den 100 fps liegt. In diesem Fall steht jedem Einzelbild kein vollständiger Lichtpuls mehr zur Verfügung, was ebenfalls dazu führt, dass das Bild zu flackern beginnt. Keine Sorge! Auch dafür gibt es noch Rettung, um das Flackern zu vermeiden. Wenn du die Szenerie wie zum Beispiel in einem Studio beeinflussen kannst, dann solltest du auf die passenden Lichtquellen achten. Es gibt welche, die als "flicker-free" oder "Flicker-Frei" gekennzeichnet sind. Diese wurden speziell für solche Zwecke entwickelt und können helfen, das Flackern zu vermeiden. Eine Auswahl solcher Lichtquellen findest du in unserem Shop oder in einer unserer Filialen. Falls du diese speziellen Lampen nur gelegentlich benötigst, kannst du sie auch in unserem Rent-Angebot mieten.

Kann man das Flackern in der Nachbearbeitung reduzieren?

Das Flackern der Lampen lässt sich tatsächlich in wenigen Schritten in der Video-Bearbeitung deutlich reduzieren. Die Option, die wir dir vorstellen, hat jedoch Grenzen. Sie eignet sich in erster Linie für sehr ruhige Szenen ohne viel Bewegung. Bei Szenen mit schnellen Bewegungen entsteht auf diese Weise ein Ghosting-Effekt bzw. eine Bewegungsunschärfe. Wenn du es also irgendwie einrichten kannst, dann verhindere das Flackern schon während der Aufnahmen.

Flackern in 4 einfachen Schritten reduzieren

Schritt 1: Video in deinem Schnittprogramm öffnen

Schritt 2: Die Video-Ebene duplizieren

Schritt 3: Die neue Ebene um einen Frame versetzen

Schritt 4: Die Deckkraft der neue Ebene auf 50 % reduzieren

Das war es auch schon. Jetzt solltest du bereits einen deutlichen Unterschied sehen. Manchmal lohnt es allerdings, mit der Deckkraft ein wenig herumzuexperimentieren. 

Video im Schnittprogramm öffnen
Video-Spur duplizieren
Video-Spur um einen Frame versetzen
Deckkraft der neuen Spur reduzieren
Bearbeitung vorher nachher

Fazit zum Flackern

Du weißt nun, wie du unerwünschtes Flackern beim Filmen vermeiden kannst. Mit ein paar einfachen Tricks und Techniken kannst du deine Videos auf das nächste Level bringen und deiner Kreativität freien Lauf lassen. Also probiere es aus und experimentiere ein bisschen mit deinen Einstellungen und Werkzeugen. Du wirst überrascht sein, wie viel Unterschied es machen kann, wenn du Flackern im Griff hast. Viel Erfolg beim Filmen!