Manfrotto ONE - das ultimative Hybrid Stativ
Das letzte Stativ, das du dir kaufst?
Alles auf Anfang. Manfrotto verspricht mit seinem neuen Manfrotto ONE nicht weniger als die Revolution des Foto- und Video-Stativs. Und dafür haben sie erstmal alles über Bord geworfen, was bei Stativen sonst als gesetzt gilt. Stattdessen wurden bekannte Funktionen neu gedacht und moderne Lösungen für die immer gleichen Probleme gefunden. Mit dazu kommt ein komplett neu entwickelter Hybrid-Stativkopf – der Manfrotto 500X Fluid –, den wir uns im Zusammenspiel mit dem neuen System ebenfalls genauer angeschaut haben.
Highlights des neuen Manfrotto ONE
- Ideal für professionelle Foto- und Video-Setups
- Robuste Bauweise für den stationären Einsatz im Studio oder on location
- Erhältlich in Aluminium und Carbon – je nach Einsatzzweck und Budget
- Kamerakompatibel durch bewährte Manfrotto Schnellwechselplatte
- Durchdachte Sicherheitsfeatures wie Klickverriegelung und Sperrmechanismen
- Neues Schnellspann-System für alle Beinsegmente per Hebel
- Werkzeuglose Montage des Stativkopfs mit innovativem Klickmechanismus
- Horizontal ausklappbare Mittelsäule für Top-Down-Aufnahmen
- Hochformat-Modus per Knopfdruck – perfekt für Social Content
- Sanfte Neigachsen mit optionalem Gegengewicht für weiche Video-Schwenks
- Design, Entwicklung und Fertigung: Made in Italy
Kein Stativ für den Rucksack – aber vielleicht das perfekte fürs Studio
Fangen wir mit den Basics an: Das Manfrotto ONE ist kein Leichtgewicht. Mit einem Gewicht von 3.55 Kilo und einem Packmaß von 70,5 cm ist es klar auf professionelle Studioarbeit, Video-Setups oder stationäre Produktionen ausgelegt. Für Reisen oder Landschaftsfotografie ist es eher nichts – zumindest nicht, wenn man regelmäßig Strecken zu Fuß zurücklegen muss.
Immerhin: Neben der Aluminium-Variante gibt es auch eine Carbon-Version. Die bringt zwar 400 Gramm weniger auf die Waage, kostet dafür aber auch entsprechend mehr. Preislich geht’s bei der Alu-Version ab 499 € los – je nach Ausstattung und Kopf landet man schnell deutlich höher.
Alles neu bei den Stativbeinen
Ein echtes Highlight ist der neue Mechanismus zum Lösen der Beinsegmente. Statt jedes Segment einzeln zu entriegeln, gibt es jetzt einen großen Hebel, der alle Segmente auf einmal löst. Das spart Zeit beim Auf- und Abbau – ist anfangs aber etwas gewöhnungsbedürftig, da der Hebel nach dem Lösen mit dem Beinsegment nach unten klappt. Der Aufbau geht dadurch aber wirklich schnell von der Hand – besonders bei unebenem Gelände, wo sich die Beine dank gut platzierter Hebel sehr zügig austarieren lassen.
Und: Wer draußen arbeitet, freut sich über die integrierten Spikes unter den Gummifüßen – ideal für weiche Böden, Wiesen oder Eis.
Mittelsäule mit Trick
Die Mittelsäule lässt sich – wie man es kennt – einfach per Hebel lösen und mit Hilfe der integrierten Libelle sauber nivellieren. Doch das war’s noch lange nicht: Manfrotto hat auch hier ein cleveres Extra eingebaut. Drückt man am unteren Ende der Säule einen Knopf und zieht sie komplett heraus, fährt automatisch ein Gelenk mit aus. Damit lässt sich die Mittelsäule um 90 Grad kippen – perfekt für Top-Down-Aufnahmen in der Produktfotografie oder für kreative Perspektiven. Das Ganze funktioniert werkzeuglos und schnell.
Ein kleines Detail sticht hier besonders hervor: Der Drehknopf zum Arretieren der Mittelsäule sitzt an seinem gewohnten Platz. Wenn man die Säule nun komplett nach oben zieht und in die horizontale Stellung bringt, wirkt es kurz so, als sei der Knopf nun „deplatziert“ – doch genau das Gegenteil ist der Fall. Trotz der neuen Achsenführung bleibt der Drehknopf voll funktionsfähig und arretiert die Säule sicher. Eine dieser kleinen Designentscheidungen, bei denen man merkt: Hier hat wirklich jemand mitgedacht.
Für bodennahe Perspektiven lässt sich die Mittelsäule zudem teilen. Und die Beine lassen sich auf bis zu 160° spreizen – da geht einiges
Kopfmontage ohne Werkzeug – endlich einfach
Die Befestigung des Stativkopfs funktioniert beim Manfrotto ONE per Klickmechanismus. Schluss mit Schraubgewinde und sich verdrehenden Köpfen: Kopf ansetzen, Klack, fertig. Wer möchte, kann per zusätzlichem Ring noch nachziehen, nötig ist das aber meist nicht.
Zum Lösen einfach den Ring drehen – eine integrierte Sperre verhindert ein versehentliches Abnehmen.
Bewährte Schnellwechselplatte, solide umgesetzt
Auch beim Anbringen der Kamera setzt Manfrotto auf Bewährtes. Der bekannte Schnellspannmechanismus für die Manfrotto-Stativplatte kommt auch hier zum Einsatz. Die Platte wird einfach eingesetzt, ein Hebel rastet automatisch ein – und die Kamera sitzt. Wer möchte, kann den Hebel noch etwas nachspannen. Zum Lösen einfach zurückziehen und den Release-Knopf drücken. Schnell, werkzeuglos, robust.
Hochformat in Sekundenschnelle
Der neue Hybrid-Stativkopf hat noch ein weiteres Feature im Gepäck: Per Knopfdruck lässt sich der Kopf einfach um 90 Grad ins Hochformat kippen. Kein Schrauben, kein Umsetzen – einfach umklappen, fertig. Für alle, die regelmäßig Hochkant-Shoots oder Social-Content produzieren, ein echter Zugewinn im Workflow.
Für Video gemacht: Sanfte Bewegungen & Gegengewicht
Besonders Videografen und Videografinnen dürften sich über die extrem sanfte Führung der Neigachsen freuen. Die Bewegungen lassen sich butterweich mit der Hand führen – ideal für kontrollierte Kameraschwenks ohne Ruckeln. Zudem lässt sich einstellen, ob beim Neigen ein Gegengewicht aktiv sein soll. Diese Option sorgt bei schwereren Setups für ein angenehmeres Gefühl in der Bewegung – oder entlastet beim Zurückführen in die Ausgangsposition. Hier merkt man: Der Kopf ist nicht einfach nur „auch für Video“, sondern wirklich dafür gemacht.