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16.05.2023

Canon EOS R6 Mark II bei uns im Test

Wir schauen uns den Nachfolger der Canon R6 genau an

Die Canon R6 war zuletzt eine beliebte und vielseitige Systemkamera. Die R6 Mark II tritt als Nachfolger also in relativ große Fußstapfen. Wir zeigen dir in diesem Artikel, ob die neue Canon dem gerecht wird.

Technische Daten der Canon EOS R6 Mark II

  • Vollformat-CMOS-Sensor - 24,2 MP 
  • Ausklappbares 3-Zoll-LCD mit 1,62 Millionen Bildpunkten
  • 0,5-Zoll-OLED-EVF mit 3,69 Millionen Bildpunkten und 120 Hz
  • Bildstabilisierung bis zu 8 Blendenstufen
  • Serienaufnahmen mit bis zu 40 Bildern pro Sekunde / 12 Bilder pro Sekunde mit mechanischem Verschluss
  • Bis zu 4K 60fps / 1080p 180fps Video
  • 4:2:2 10bit Farbe, wenn CLOG3 oder HDR PQ aktiviert ist
  • Zwei SD-Kartensteckplätze
  • Micro-HDMI, 3,5-mm-Kopfhörer- und Mikrofonanschlüsse, USB-C
  • Gehäuse: 138 × 98 × 88 mm
  • Gewicht: 670 g
  • Wetterfestes Gehäuse
Canon EOS R6 Mark II Front
Canon EOS R6 Mark II Front
Canon EOS R6 Mark II Top
Canon EOS R6 Mark II Speicher

Gehäuse und Bedienung der R6 II

Jeder, der bereits mit EOS-Kameras vertraut ist, wird sich in der EOS R6 II sofort zurechtfinden. Das Gehäuse und die Bedienelemente der R6 Mark II sind nahezu identisch mit denen ihres Vorgängers. Sie hat den gleichen Griff, die meisten Tasten sind gleich und sie hat auch die gleichen Abmessungen. Sie ist sogar mit dem Batteriegriff der R6 kompatibel. Die R6 II liegt gut in der Hand und Canon gibt an, dass sie staub- und wetterfest ist.

Die größte Änderung besteht darin, dass der Ein- und Aus-Schalter, der zuvor auf der linken Schulter der Kamera platziert war, nun auf die rechte Schulter verschoben wurde. An seiner Stelle befindet sich nun ein spezieller Schalter für den Wechsel zwischen Foto-/Videoaufnahmen.

Sensor und Bildqualität

Die Canon R6 Mark II bringt eine bedeutende Neuerung mit sich – einen neuen 24,2-Megapixel-Vollformatsensor im Vergleich zu den 20 Megapixeln der originalen R6. Obwohl dies keine drastische Steigerung der effektiven Auflösung darstellt, ermöglicht es der R6 Mark II, mit der Auflösung vieler beliebter Kameras aus diesem Preissegment Schritt zu halten.

Wie es für EOS-Kameras typisch ist, hat Canon den neuen Sensor für die R6 Mark II selbst entwickelt und hergestellt. Obwohl er dieselbe Größe und Auflösung wie der Sensor der R3 hat, handelt es sich weder um einen BSI- noch um einen Stacked-Sensor. Dennoch gibt Canon an, dass die Rolling-Shutter-Leistung im Vergleich zum Sensor in der R6 weiter verbessert wurde. Das können wir auch von unseren Erfahrungen her bestätigen. Der Dynamikumfang und das Rauschverhalten sind trotz der Bauart auf einem tollen Niveau, das keinen Raum für negative Kritik lässt.

Canon EOS R6 Mark II Landschaft
Canon EOS R6 Mark II Sport
Canon EOS R6 Mark II Sport Landschaft
Canon EOS R6 Mark II Portrait

Der Autofokus der R6 II

In der Canon R6 Mark II ist ein verbesserter AF-Algorithmus implementiert, der schon bei der R3 zum Einsatz kommt. Dabei nutzt der Autofokus maschinelles Lernen, um eine bessere Leistung zu bringen. Daraus ergibt sich eine wirklich erstaunlich schnelle Autofokus-Leistung. Selbst bei bewegten Motiven findet der AF zuverlässig sein Ziel.  

Die Canon R6 Mark II bietet neue Motivverfolgungsmodi, die über die Menschen- und Tier-Möglichkeiten der R6 hinausgehen. Es lassen sich nun auch Fahrzeuge wie Motorräder, Flugzeuge und Züge erkennen. Bei der Tierverfolgung werden nun auch Pferde unterstützt, wobei die Kamera sowohl das Auge als auch den Kopf erkennt.

Beim Fotografieren von Menschen kann die Kamera so eingestellt werden, dass sie entweder auf das linke, das rechte Auge oder automatisch das nächstgelegene Auge fokussiert. Für mehr Kontrolle besteht außerdem die Möglichkeit, eine benutzerdefinierte Taste festzulegen, um manuell zwischen den beiden Augen zu wechseln. Besonders praktisch finden wir bei all den Möglichkeiten den 'Auto-Modus'. Hierbei entscheidet die Canon selbst, welcher Autofokus Modus gerade angebracht ist. Das erspart beim Shooting die wilde Suche nach dem passenden AF-Modus.

Videofunktionen der Canon EOS 6 Mark II

Die Canon R6 Mark II ermöglicht die Aufnahme von oversampled UHD 4K/60p-Videos über die gesamte Breite des Sensors, ohne dass ein Beschnitt erfolgt. Das war bei der R6 noch anders. Auch die Aufnahmedauer wurden verlängert. Die Wärmeentwicklung hält sich dabei in Grenzen. Die Canon unterstützt einen ProRes RAW-Video-Workflow in Verbindung mit einem kompatiblen Atomos-Recorder. Dies ermöglicht die Aufnahme von 6K-Raw-Videos mit der gesamten Sensorbreite oder 3,7K-Raw-Videos mit einem Super35-Ausschnitt.

Canon hat verschiedene Funktionen hinzugefügt, um den Video-Workflow zu verbessern. Im Videomodus wird das Q-Menü in einer speziell auf Videos ausgerichteten Benutzeroberfläche präsentiert und wie im Fotomodus kann das Q-Menü individuell angepasst werden. Darüber hinaus verfügt die Kamera über verschiedene Seitenverhältnismarkierungen sowohl horizontal als auch vertikal sowie eine farbliche Markierung, die die Beurteilung der Belichtung einer Szene erleichtert.

Unterschiede zwischen der Canon R6 Mark II und der R6

  1. Sensor:
    Einer der größten Kritikpunkte der R6 war der 20-Megapixel-Sensor. Die R6 II verfügt nun über 24 Megapixel und schließt damit zu der Konkurrenz auf und erlaubt ein wenig mehr Freiheit im Zuschnitt der Bilder.

  2. Autofokus:
    Der Autofokus der R6 war schon gut, aber Canon konnte den AF noch einmal deutlich verbessern. Allen voran stehen die vielen neuen AF-Modi.

  3. Serienbildgeschwindigkeit:
    Die Serienbildgeschwindigkeit der Canon R6 Mark II liegt jetzt bei 40 Bildern pro Sekunde und das bei voller Auflösung. Das ist trotz Erhöhung der Megapixel eine Verdopplung im Vergleich zur R6.

  4. Videoaufnahme:
    Im Bereich Video hat Canon mit der R6 II alles aufgebohrt, was möglich war. Besonders erwähnenswert ist die verlängerte Aufnahmedauer und die Aufnahme ohne Crop. 

  5. Gehäuse:
    Klein aber fein. Canon wird sich nicht einig darüber, wo der An- und Ausschalter der Kamera sein soll. Bei der R6 Mark II ist der Schalter wieder auf die rechte Schulter gerückt. Wir sind gespannt, was die zukünftigen Modelle in der Hinsicht bereithalten.
Canon EOS R6 Mark II Fazit

Einschätzung Canon EOS R6 II

Die Canon EOS R6 Mark II ist ein rundes Update der R6. Gerade wenn dir Video und das letzte Quäntchen Autofokus-Performance wichtig ist, findest du mit der R6 II eine sehr gute Kamera. Aber auch für den Neueinstieg in die Kamerawelt eignet sich die Canon mit dem bewährten und intuitiven Bedienkonzept.