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22.04.2025

Sony FE 50-150mm f2 GM im Praxistest

Die neue Referenz für Hochzeiten und Events?

Autor: Florian Kunde

Sony 50-150mm f2 GM Praxistest

Mit dem Sony FE 50–150mm F2.0 G Master bringt Sony ein Objektiv auf den Markt, das es so bislang nicht gab: Ein lichtstarkes Tele-Zoom mit durchgehender Blende F2, speziell konzipiert für Vollformatkameras mit E-Mount. Damit zielt Sony vor allem auf professionelle Porträt-, Hochzeits- und Eventfotograf:innen – und setzt ein starkes Zeichen in einem bisher nicht existierenden Segment.

Wir konnten das Objektiv ausführlich testen und klären, ob es das Potenzial hat, mehrere Festbrennweiten zu ersetzen.

Technische Daten

  • Bajonett: Sony E-Mount
  • Brennweitenbereich: 50 - 150 mm
  • Blende: f2 - f22
  • Blendenlamellen: 11
  • Linsen/Gruppen: 19 Linsen, 17 Gruppen
  • Speziallinsen: 2 Super ED, 3 ED, 2 XA-Elemente
  • Autofokus: 4 XD Linear Motoren
  • Abbildungsmaßstab: 0,2x
  • Naheinstellgrenze: 40 cm - 74 cm
  • Filterdurchmesser: 95 mm
  • Wetterschutz: ja
  • Maße: 200 x 102,8 mm
  • Gewicht: 1340 Gramm
Sony 50-150mm f2 GM Produktbild
Sony 50-150mm f2 GM Produktbild mit Gegenlichtblende

Vielseitiger Zoombereich trifft auf hohe Lichtstärke

Ein Brennweitenbereich von 50 bis 150 Millimetern deckt viele klassische Festbrennweiten ab – darunter 50, 85, 105 und 135 mm. Diese Vielseitigkeit wird durch eine durchgehende Lichtstärke von F2.0 ergänzt. Gerade für Reportage- und Porträtfotografie bei wenig Licht ist das ein großer Vorteil gegenüber den typischen F2.8-Zooms.

Der praktische Nutzen liegt auf der Hand: Statt mehrere Objektive mitzuführen, deckt das 50–150mm F2 einen weiten Bereich in hoher Qualität ab – und spart dabei Zeit und Gewicht beim Objektivwechsel.


Das Sony 50-150mm f2 GM in Aktion

Florian war mit dem neuen Sony 50–150mm F2 G Master unterwegs und hat es in der Praxis getestet. Im Video siehst du, wie beeindruckend schnell der Autofokus arbeitet und wie vielseitig sich das Objektiv einsetzen lässt – vom Detailshot bis zur Action.


Hochwertige Verarbeitung und durchdachte Ausstattung

Schon beim ersten Auspacken fällt auf: Das Objektiv ist – typisch für die G-Master-Telezooms – in einem hellen, fast weißen Finish gehalten. Mit einem Gewicht von 1340 g (ohne Stativschelle) ist es zwar kein Leichtgewicht, liegt aber unter dem des ersten 70–200mm F2.8 GM OSS und nur leicht über der aktuellen OSS II-Version.

Die interne Zoom-Konstruktion sorgt für eine konstante Baulänge von 200 mm, bei einem Durchmesser von 102,8 mm und einem Filtergewinde von 95 mm – durchaus noch brauchbar für den Einsatz auf Gimbals oder bei mobilen Reportagen.

Die Ausstattung lässt dabei kaum Wünsche offen:

  • Blendenring mit Rastung (abschaltbar) von F2 bis F22

  • Drei konfigurierbare Fokushaltetasten

  • Schalter für AF/MF, DMF sowie Blendenverriegelung

  • Stativschelle (nicht Arca-Swiss-kompatibel), Gegenlichtblende im Lieferumfang

Optische Leistung auf höchstem Niveau

In der Praxis überzeugt das Objektiv mit einer exzellenten Bildqualität – und das bereits bei Offenblende. Das Bokeh ist angenehm weich, der Look bei 150mm F2 erinnert stark an das beliebte 135mm F1.8 GM.

Die Schärfe ist von der Bildmitte bis in die Ecken durchgehend sehr gut, was insbesondere für professionelle Hochzeits- oder People-Fotograf:innen interessant ist, die mit wenig Spielraum in der Nachbearbeitung arbeiten wollen. Auch bei F2 liefert das Objektiv einen hohen Mikrokontrast und knackige Ergebnisse.

Lediglich bei starkem Gegenlicht nimmt der Kontrast leicht ab – das lässt sich jedoch gestalterisch nutzen. Chromatische Aberrationen und Farbsäume bleiben dank aufwendiger optischer Konstruktion so gut wie aus – Sony setzt hier unter anderem auf 2 Super ED-Gläser, 3 ED-Linsen sowie zwei XA-Elemente. Das neue Nano AR Coating II reduziert Ghosting und Flare effektiv.

Sony FE 50-150 mm f2 bei 50mm Offenblende
Sony FE 50-150 mm f2 bei 150mm Offenblende
Sony FE 50-150 mm f2 City mit 50mm
Sony FE 50-150 mm f2 bei Portrait Test
Sony FE 50-150 mm f2 bei Portrait Test Zoom Schärfe
Sony FE 50-150 mm f2 Schwan mit 150mm Offenblende
Sony FE 50-150 mm Beispielfoto bei 50mm
Sony FE 50-150 mm f2 Wildlife mit 150mm Offenblende

Autofokus auf Profiniveau

Vier XD Linear Motoren sorgen für einen extrem schnellen, leisen und präzisen Autofokus, der selbst bei bewegten Motiven wie tanzenden Gästen oder spielenden Kindern zuverlässig sitzt. In Verbindung mit Kameras wie der Alpha 9 III sind Serienbildraten von bis zu 120 Bildern pro Sekunde mit kontinuierlicher Schärfenachführung möglich.

Für Videograf:innen bietet das Objektiv eine nahezu atemberaubend ruhige Fokusarbeit – Fokus-Breathing ist so gut wie nicht vorhanden. Dank der Innenfokussierung bleibt das Objektiv stets ausbalanciert, was den Einsatz auf Gimbals oder bei bewegten Aufnahmen erleichtert.

Für wen ist das Objektiv geeignet?

Das Sony 50–150mm F2 G Master richtet sich klar an professionelle Nutzer:innen, die viel in dynamischen Reportagesituationen unterwegs sind – z. B. bei Hochzeiten, Konzerten, Indoor-Sport oder Business-Events. Auch für ambitionierte Porträtfotograf:innen, die nicht auf Festbrennweiten angewiesen sein wollen, ist es eine attraktive Option.

Durch seine Lichtstärke ersetzt es im mittleren und oberen Telebereich mehrere Festbrennweiten und spart damit nicht nur Zeit und Aufwand, sondern oft auch eine zweite Kamera.

Sony 50-150 mm f2 GM Erfahrungen

Unser Fazit zum Sony FE 50-150mm F2 GM

Kann das Sony 50–150mm F2 GM eine ganze Festbrennweiten-Flotte ersetzen?

Jein. Im Bereich um 50mm bietet ein F1.2- oder F1.4-Objektiv weiterhin mehr Freistellungspotenzial und einen anderen Bildlook. Doch ab etwa 85mm aufwärts ist die Kombination aus Freistellung, Flexibilität und Bildqualität kaum zu schlagen.

Wer oft in variablen Situationen fotografiert oder filmt und dabei höchste Ansprüche an Qualität stellt, bekommt mit dem 50–150mm F2 GM ein Werkzeug an die Hand, das fast alle Anforderungen erfüllt – und das ohne größere optische Kompromisse.