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11.06.2026

Schöne JPEGs direkt aus der Kamera: So nutzt du Sonys Creative Looks

Mit den passenden Einstellungen bekommen deine Sony Bilder mehr Charakter, ohne dass du jedes Foto aufwendig in RAW bearbeiten musst.

Kreative Looks mit Sony Alpha

Viele Fotografen und Fotografinnen kennen das: Man kommt von einem Ausflug, einer Reise oder einem Familienwochenende zurück und hat eigentlich schöne Bilder auf der Speicherkarte. Aber bevor man sie wirklich teilen oder archivieren möchte, wartet erst noch die RAW-Bearbeitung. Belichtung anpassen, Farben korrigieren, Kontrast setzen, vielleicht noch ein Preset darüberlegen. Das kann Spaß machen, kostet aber auch Zeit.

Gerade auf Reisen oder im Alltag möchte man manchmal einfach fotografieren, das Bild auf dem Display kontrollieren und direkt ein fertiges Ergebnis bekommen. Genau hier kommen bei Sony die Creative Looks ins Spiel. Sie sorgen dafür, dass JPEGs direkt aus der Kamera mehr Charakter bekommen und nicht einfach nur neutral oder technisch korrekt aussehen.

Die Standard-Einstellung ist dabei genau das, was der Name sagt: ein solider Standard. Für viele Motive funktioniert das gut. Wer seinen Bildern aber mehr Atmosphäre, mehr Farbe oder einen bestimmten Look geben möchte, sollte sich die Creative Looks genauer ansehen.

Was sind Sonys Creative Looks?

Die Creative Looks sind Bildstile, die direkt in der Kamera angewendet werden. Sony bietet verschiedene Grundlooks an, darunter Standard, Vivid, Portrait, Film Look, Instant, Schwarzweiß, Sepia und Soft Highkey. Jeder dieser Looks verändert die Bildwirkung auf eine eigene Art. Vivid erhöht zum Beispiel Kontrast und Farbsättigung, während Portrait Hauttöne weicher darstellen soll. Film Look arbeitet mit einer etwas stimmungsvolleren Wiedergabe und Instant reduziert Kontrast und Sättigung für einen matteren Eindruck. 

Der eigentliche Vorteil liegt aber nicht nur in diesen fertigen Vorgaben. Jeder Kreative Look lässt sich weiter anpassen. Je nach Kameramodell kannst du unter anderem Kontrast, Lichter, Schatten, Fade, Sättigung, Schärfe, Schärfebereich und Klarheit verändern. Damit wird aus einem einfachen Kameraprofil schnell ein eigener Look, der deutlich besser zu deinem persönlichen Geschmack passt.

Das ist vor allem für alle interessant, die nicht jedes Bild durch Lightroom oder Capture One schicken möchten. Wenn der Look schon in der Kamera sitzt, kannst du JPEGs direkt weiterverwenden. Für Social Media, Reiseberichte, Familienfotos oder schnelle Kunden-Previews kann das viel Zeit sparen.

Sony Kreativ Look Film3 FL3

Warum JPEGs direkt aus der Kamera sinnvoll sein können

RAW-Dateien bleiben natürlich die beste Wahl, wenn maximale Flexibilität gefragt ist. Gerade bei schwierigen Lichtsituationen, sehr hohen Kontrasten oder professionellen Jobs möchte man die Reserven in Lichtern und Schatten nicht verschenken.

Trotzdem muss nicht jedes Bild als RAW bearbeitet werden. Bei vielen Motiven reicht ein gut abgestimmtes JPEG völlig aus. Der Vorteil liegt im Workflow: Die Dateien sind kleiner, sofort nutzbar und sehen mit dem passenden Look bereits sehr stimmig aus. Besonders auf Reisen ist das praktisch. Du kannst abends im Hotel ein paar Bilder auswählen, direkt aufs Smartphone übertragen und teilen, ohne vorher lange an Farben und Kontrasten zu arbeiten.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, fotografiert einfach RAW plus JPEG. Dann bekommt man direkt ein fertiges JPEG aus der Kamera und behält trotzdem die RAW-Datei als Reserve.

Unsere Favoriten: Creative Looks zum Ausprobieren

Auch wir nutzen gerne mal die Creative Looks, um eine schnelle Aufnahme direkt aus der Kamera zu bekommen, ohne viel Nachbearbeitung. Hier erfahrt ihr, was unsere drei Favoriten sind und wie ihr diese mit leichten Anpassungen noch individueller gestalten könnt.

 

Vivid2 für kräftige Farben

Dieser Look ist deutlich kräftiger. Er passt gut zu Motiven mit starken Farben, blauem Himmel, Meer, Landschaft, Street-Art oder Reisefotos mit viel Licht. Durch die hohe Klarheit wirken die Bilder sehr knackig. Das kann stark aussehen, sollte aber dosiert eingesetzt werden. Für unseren Geschmack dürfen die Schatten hier noch etwas dunkler gezogen werden.

Standard (ST)

Vivid2 (VV2)

Film für analoges Feeling

Dieser Look unterscheidet sich wohl am meisten vom Standardprofil, da hier nicht nur mit Kontrast gespielt wird, sondern auch die Farben eine ganz neue Wirkung bekommen. Blautöne bekommen einen leicht grünlichen Hauch, während Grüntöne wiederum etwas mehr ins Bläuliche gezogen werden. Die Sättigung ist etwas zurückgefahren und die angehobenen Highlights sorgen für einen leicht ausgebrannten Look. Perfekt für Urlaubsbilder mit analogem Touch.

Standard (ST)

Film (FL)

Schwarzweiß für starken Ausdruck

Das normale Schwarzweißprofil ist für den Anfang schon nicht verkehrt. Wir mögen es aber lieber, wenn wir hier noch den Kontrast erhöhen und zusätzlich die hellen Bereiche anheben und die dunklen Bereiche dunkler machen. Das sorgt für harte Kontraste und verleiht den Bildern einen grafischen Eindruck. Hebt ihr jetzt noch den Slider für Verblassen etwas an, sodass die dunklen Bereiche nicht pechschwarz werden, entsteht ein wirklich zeitloser Look.

Standard (ST)

Black & White (BW)

So findest du deinen eigenen Look

Der beste Einstieg ist, einen Creative Look auszuwählen und anschließend nur wenige Parameter zu verändern. Erhöhe zum Beispiel zuerst den Kontrast oder die Sättigung leicht. Wenn dir die Bilder zu hart wirken, reduzierst du die Lichter oder hebst die Schatten an. Soll das Bild etwas analoger oder matter aussehen, kann der Fade-Regler helfen.

Wichtig ist, die Einstellungen nicht nur an einem einzelnen Motiv zu testen. Ein Look, der bei Sonnenuntergang fantastisch aussieht, kann mittags bei hartem Licht zu extrem wirken. Am besten fotografierst du mehrere typische Motive: ein Porträt, eine Landschaft, eine Straßenszene und ein Motiv im Schatten. Danach sieht man schnell, ob ein Look wirklich alltagstauglich ist.

Praktisch ist auch, sich verschiedene Varianten für unterschiedliche Situationen zu speichern. Ein kräftiger Look für Reisen und Landschaften, ein weicherer Look für Porträts und ein Schwarzweiß-Look für kontrastreiche Motive reichen oft schon aus, um im Alltag schneller zu guten Ergebnissen zu kommen.

Auf der Suche nach noch mehr inspirationen? Dann schau doch mal bei den Sony Alpha Recipes vorbei: Zu den Recipes für Sony Creative Looks


FX2 ideal für Hochzeiten mit Foto und Video

Fazit: Es muss nicht immer RAW sein

RAW bleibt wichtig, wenn maximale Kontrolle gefragt ist. Aber nicht jedes Foto braucht eine lange Nachbearbeitung. Mit Sonys Creative Looks lassen sich JPEGs direkt aus der Kamera deutlich individueller gestalten, als es die Standard-Einstellung vermuten lässt.

Wer keine Lust hat, jedes Bild aufwendig zu bearbeiten, bekommt mit den passenden Creative Look Recipes eine einfache Möglichkeit, schöne, stimmige und direkt nutzbare Bilder zu erstellen. Gerade für Reisen, Alltag, Familienfotos und schnelle Social-Media-Posts kann das den Workflow deutlich angenehmer machen.