Farbmanagement für Foto & Video
Von den Farbeinstellungen der Kamera bis zur Monitorkalibrierung
Wer einen verlustfreien und farbgenauen Workflow für Foto und Video benötigt, sollte bereits in der Entstehungsphase der Aufnahmen auf Hilfsmittel für das Farbmanagement zurückgreifen. Empfehlenswert ist, das Farbmanagement konsequent vom ersten Auslösen der Kamera bis hin zum Druck auszuführen. Wir haben hier für dich die wichtigsten Phasen für einen stressfreien Workflow zusammengestellt.
Am Ende eines Fotoworkflows sollten Ausdrucke stehen, die mit den zuvor auf dem Bildschirm dargestellten Motiven übereinstimmen. Dasselbe gilt für den Videoworkflow. Für unkalibrierte Monitore ist dies aber nicht der Regelfall. Das vorrangige Ziel eines Farbmanagements besteht darin, eine möglichst genaue Übereinstimmung über alle verwendeten Geräte hinweg zu erzielen. Bedeutet, dass Farben auf dem Monitor richtig dargestellt werden und auch später mit dem finalen Ausdruck oder dem finalen Video übereinstimmen.
Farbgenauigkeit verbessern
Wozu brauche ich eigentlich Farbmanagement-Geräte? Die Antwort fällt simpel aus: Um sicherzustellen, dass die Farben in den erstellten Foto- und Videoaufnahmen korrekt sind und dass die Farbkonsistenz in dem entsprechenden Arbeitsablauf gewährleistet ist. Die Farbmanagementlösungen von X-Rite sind eine perfekte Hilfe, die Kontrolle über den Farb-Workflow zu behalten und die Farbgenauigkeit in allen Bereichen zu verbessern. Dies gilt für die Aufnahme, die Bearbeitung bis hin zum finalen Druck.
Korrekte Farben bereits bei der Aufnahme
Bereits beim Auslösen der Kamera kann man sicherstellen, dass die Farben präzise erfasst werden. Die X-Rite ColorChecker-Reihe bietet dafür das richtige Werkzeug. Dies funktioniert in Innenräumen wie unter freiem Himmel: dazu wird der ColorChecker einfach in die erste Aufnahme mit hinein platziert. Licht und Set-Up müssen dazu final sein. Anschließend kann mit der kostenlosen ColorChecker Kamerakalibrierungssoftware ein Farbprofil der ersten Aufnahme (in welcher der ColorChecker mitfotografiert wurde) erstellt werden. Auf diese Weise können die korrekten Farbeinstellungen auf alle Bilder der Serie synchronisiert werden. Dazu ist es natürlich Voraussetzung, dass die Bilder unter exakt den gleichen Bedingungen und Lichtverhältnissen, wie zuvor der ColorChecker, aufgenommen werden. Die Software verwendet die 24 Farbfelder des ColorCheckers, um ein neutrales und präzises Farbprofil zu berechnen, welches anschließend in einer Bearbeitungssoftware verwendet werden kann.
Abhängig von der Größe des Sets oder der Aufnahmeszene gibt es für nahezu jede Situation einen passenden ColorChecker. X-Rite etwa bietet 14 verschiedene Größen und Varianten an. Diese passen für Motive von der Makroaufnahme bis hin zu Luftbildern.
Vorteile eines ColorCheckers: Die Anwendungsbeispiele machen es deutlich:
Auf der linken Seite wurde ohne Farbkorrektur gearbeitet, während auf der rechten Seite die Farben mit dem ColorChecker korrigiert wurden. Dies spart Zeit bei der Bildbearbeitung und sorgt auf schnelle Weise für die richtigen Farben.
Wozu brauche ich eine Graubalance-Karte?
Graubalance-Karten wurden speziell entwickelt, um eine konsistente Bildbelichtung bzw. Farbwiedergabe bei Video-, Film- und Fotoproduktionen zu erzielen. Die homogene Oberfläche der neutral grauen Farbkarte ist spektral neutral. Sie reflektiert gleichermaßen rote, blaue und grüne Lichtwellen. Darüber hinaus bietet sie eine akkurate, neutrale Balance zu Beginn jeder neuen Fotosession. Wie bei dem ColorChecker kann die kostenlose ColorChecker Kamerakalibrierungssoftware verwendet werden, um die Belichtung und den Weißabgleich im Nachhinein zu steuern. Dazu bietet X-Rite Graukarten in verschiedenen Größen mit unterschiedlichen Grauanteilen sowie eine 3-stufige Graukarte, die speziell für Videofilmer entwickelt wurde. X-Rite hat zudem eine spezielle Weißabgleichkarte im Programm.
Die Arbeitsweise eines Kalibrierungsgeräts
Um konsistente Farben am Monitor zu erzielen, erzeugen Kalibrierungsgeräte (Farbmessgeräte wie die der Calibrite ColorChecker Display-Familie) ein Farbprofil, das in den Anzeigeeinstellungen des Monitors gespeichert wird. So kann sichergestellt werden, dass Aufnahmen korrekt angezeigt und präzise bis hin zum Druck bearbeitet werden können. Die Calibrite Monitor-Kalibrierungslösungen sind mit technisch hochentwickelten Filtern und optischen Systemen ausgestattet, was in einer schnellen Messgeschwindigkeiten und einer hohen Farbgenauigkeit resultiert. Dies gibt Dir die Gewissheit, dass das, was Du siehst, auch das ist, was Du als Ergebnis erhältst!
Die Bildbearbeitung an einem farbverbindlichen Monitor
Nur ein richtig kalibrierter Monitor stellt die Farben verlustfrei und farbgenau dar. Ein Monitor, der nicht kalibriert ist, zeigt die Bilder und Motive nicht farbverbindlich an. Damit wird farbtgereues Arbeiten nahezu unmöglich. Die einzige Lösung: ein kalibrierter Monitor.
Übrigens: Die Lichtverhältnisse am Arbeitsplatz, helle Farben in der Umgebung (z.B. Wandfarbe, die Farbe des Schreibtisches, die eigene Kleidung während des Workflows) und auch der Blickwinkel auf den Monitor haben Einfluss darauf, wie Farben auf dem Bildschirm wahrgenommen werden.
Es ist also extrem wichtig, dass Dein Monitor richtig eingestellt ist.
Vom Motiv zum perfekten Druck
Fotografen können auch benutzerdefinierte Farbprofile für ihre Drucker erstellen, wodurch wertvolle Zeit gespart und Materialverschwendung (durch zu viele unnötige Testdrucke) vermieden wird. Das Calibrite ColorChecker Studio ist ein Spektralphotometer, das benutzerdefinierte Drucker-Farbprofile erstellt, die direkt im Druckertreiber gespeichert werden. Es verwendet eine intelligente, iterative Profilierungstechnologie, die sicherstellt, dass Deine Ausgabe stets farbgenau ist. Sie liefert präzise Feinheiten in Farbverläufen, Glanzlichtern und in Schattendetails. Benutzerdefinierte Druckprofile sollten übrigens auch für verschiedene Papiertypen (z. B. glänzend oder matt) und für verschiedene Papiergewichte erstellt werden.