DJI Osmo Nano – Mini Cam mit Profi-Features
4K, 10-Bit und wasserdicht bis 10 Meter: mehr Technik passt kaum ins Mini-Format.
Mit der DJI Osmo Nano präsentiert DJI eine Actioncam, die auf den ersten Blick kaum größer als ein Daumen ist – und dennoch erstaunlich viel Technik in sich trägt. Noch vor wenigen Jahren galten solche Spezifikationen als Spitzenklasse bei regulären Actioncams. Heute steckt all das in einem ultrakompakten Gehäuse, das sich problemlos am Helm, am Rucksack oder sogar magnetisch am T-Shirt befestigen lässt.
Wir haben uns die Nano genauer angeschaut und erklären, warum DJI hier eine spannende Lösung für alle geschaffen hat, die eine sehr kleine, aber vollwertige Actioncam suchen.
Technische Daten der DJI OSMO NANO
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Foto
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35 MP Auflösung (6880 × 5160 px)
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Fotoformate: JPEG & RAW
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Countdown- und Serienbildmodus (bis 30 Bilder/3 s)
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ISO 100–25.600
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Video
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4K bis 60 fps (16:9) / 4K bis 30 fps (4:3)
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Zeitlupe: 4K bis 120 fps, 2,7K bis 120 fps, 1080p bis 240 fps
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Videoformat: MP4 (H.265 / HEVC)
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Max. Bitrate: 120 MBit/s
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Farbprofile: Normal, D-Log M (10-Bit)
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Stabilisierung: RockSteady 3.0 & HorizonBalancing
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Pre-Rec bis zu 5 Minuten
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Hyperlapse & Timelapse in 4K
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USB-C
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Wi-Fi 6
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Bluetooth 5.1 (Kamera) & 5.4 (Dock)
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microSD-Karten-Slot (bis 1 TB)
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Sprachsteuerung
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1,96″ Touchscreen (314 × 556 px, 800 Nits)
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Wasserdicht bis 10 m (Kamera)
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Maße Kamera: 57,3 × 29,5 × 28 mm
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Maße Vision Dock: 59,1 × 42,2 × 22,3 mm
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Gewicht: 52 g (Kamera) / 72 g (Dock)
- Akku
- Kamera: 530 mAh (90 Minuten Laufzeit)
- Dock: 1300 mAh (200 Minuten Gesamt)
Verarbeitung & Handling
Die Osmo Nano überzeugt durch ihr leichtes, magnetisches Design, das sich beidseitig nutzen lässt. So kann die Kamera flexibel am Körper, am Helm oder an Zubehör befestigt werden. Trotz ihrer geringen Größe wirkt sie hochwertig und stabil. Besonders praktisch: Mit dem Vision Dock wird die Nano nicht nur geladen, sondern erhält zusätzliche Funktionen. Das Dock ist IPX4-zertifiziert und verlängert die Laufzeit auf bis zu 200 Minuten – ein Wert, den viele klassische Actioncams nicht erreichen.
Die Nano ist bis zu 10 Meter wasserdicht und damit für Strand oder Outdoor-Einsätze gerüstet. Ein zusätzliches Gehäuse ist nicht erforderlich, was die Handhabung im Alltag enorm erleichtert.
Bild- und Videoqualität
Herzstück der Nano ist ein 1/1,3-Zoll-CMOS-Sensor mit 143°-Weitwinkel und f2.8-Blende. Er ermöglicht 4K-Aufnahmen mit bis zu 60fps, 10-Bit-Farbtiefe und dem D-Log M-Profil. Für die Nachbearbeitung bedeutet das ein Maximum an Flexibilität.
Ein weiteres Highlight: Der Zeitlupenmodus mit 4K/120fps. Hier lassen sich schnelle Bewegungen eindrucksvoll verlangsamen. Wichtig zu wissen: Im Slow-Motion- und Timelapse-Modus ist die elektronische Stabilisierung deaktiviert.
Im normalen Videomodus greift dagegen die aktuelle RockSteady 3.0 Stabilisierung kombiniert mit HorizonBalancing. Damit bleiben Aufnahmen selbst bei hektischen Bewegungen oder actionreichen Szenen flüssig und stabil – ein klarer Vorteil gegenüber vielen Mini-Cams.
Auch bei wenig Licht überzeugt die Nano mit mehr Dynamik und geringem Rauschen, was vor allem dem größeren Sensor zu verdanken ist.
Audio & Bedienung
Mit OsmoAudio™ bringt DJI ein neues System für klaren, stabilen Ton. Zwei integrierte Mikrofone sorgen bereits für ordentliche Sprachaufnahmen. Externe Mikrofone können angeschlossen werden, das DJI Mic der ersten Generation wird allerdings nicht unterstützt.
Die Bedienung erfolgt über den 1,96-Zoll-Touchscreen oder die DJI-App. Live-View, schnelle Einstellungen und direkter Datentransfer machen die Handhabung angenehm unkompliziert.
Akkulaufzeit
Mit 90 Minuten Laufzeit ohne Zubehör und bis zu 200 Minuten mit Vision Dock setzt die Nano neue Maßstäbe in ihrer Klasse. Eine Schnellladefunktion sorgt zudem dafür, dass die Kamera schnell wieder einsatzbereit ist – ein klarer Pluspunkt für längere Sessions.
Vergleich zur Insta360 GO
Ein ähnliches Konzept verfolgt die Insta360 GO, die noch stärker auf minimale Größe und Unauffälligkeit ausgelegt ist. Damit eignet sie sich als Lifestyle-Kamera für spontane Clips. Technisch spielt sie aber in einer anderen Liga: geringere Auflösung, kleinerer Sensor, keine 10-Bit-Aufzeichnung und kürzere Laufzeit. Die DJI Osmo Nano positioniert sich klar als vollwertige Actioncam im Mini-Format, die deutlich mehr kreative Möglichkeiten bietet.