Canon EOS R6 Mark III - Bewährtes weitergedacht
Mehr Auflösung, mehr Dynamik und neue Profi-Features für Foto und Video.
Obwohl die EOS R6 Mark II schon zu den beliebtesten Hybridkameras am Markt gehörte, blieb Canon nicht stehen. Mit der neuen Canon EOS R6 Mark III zeigt der Hersteller, dass sich ein gutes Konzept weiter perfektionieren lässt. Mehr Auflösung, mehr Dynamikumfang, mehr Video-Power – und das bei gleichbleibender Geschwindigkeit.
Technische Daten der Canon EOS R6 Mark III
- Sensor: CMOS Vollformat (35,9 × 23,9 mm)
- Prozessor: DIGIC X
- Megapixel: 32,5 MP
- Display: 3 Zoll Touch-LCD, 1,62 Mio. Bildpunkte, dreh- und schwenkbar
- Sucher: 0,5 Zoll OLED-EVF, 3,69 Mio. Bildpunkte, 120 Hz
- Bildstabilisator: 5-Achsen-IBIS, bis zu 8,5 Stufen (CIPA)
- Videoauflösung: 7K RAW 60p, 4K 120p (ohne Crop), 10 Bit 4:2:2 intern
- RAW-Formate: Canon CRM RAW (12 Bit), MP4 HEVC/H.265
- Dual Base ISO: 800 und 6400 (Canon Log 2/3)
- Audio: internes Stereo, 24-Bit Linear PCM
- Anschlüsse: HDMI Typ A, USB-C, Mikrofon, Kopfhörer, Multifunktions-Zubehörschuh
- Speicher: 1 × CFexpress Typ B, 1 × SD UHS-II
- Maße: ca. 138 × 98 × 88 mm
- Gewicht: ca. 699 g (mit Akku und Speicherkarte)
Neuer Sensor mit Cinema-DNA
Im Herzen der R6 Mark III arbeitet ein 32,5-Megapixel-CMOS-Sensor, der direkt aus der Cinema EOS C50 stammt. Damit rückt die Kamera näher an Canons Cine-Line heran, bleibt aber kompakt und alltagstauglich. Trotz der höheren Auflösung schafft sie beeindruckende 40 Bilder pro Sekunde mit elektronischem Verschluss – ein Spitzenwert in dieser Klasse. Auch der Dual Pixel CMOS AF II wurde verfeinert. Er erkennt nun noch mehr Motive, arbeitet präziser bei Bewegung und kann Gesichter speichern, um sie bei späteren Aufnahmen wiederzuerkennen. In der Praxis reagiert der Autofokus blitzschnell, egal ob bei Porträts, Wildlife oder Sport.
Zum YouTube Review der R6 Mark III
Wir hatten die Gelegenheit, die neue Canon EOS R6 Mark III ausführlich zu testen – und zeigen dir, ob sie uns wirklich überzeugen konnte oder ob noch Luft nach oben ist. Begleite uns auf einen Trip durch Hamburg – mit der Canon EOS R6 Mark III.
Praxis: Geschwindigkeit trifft Kontrolle
Im Test zeigt sich: Die Kamera bleibt selbst bei langen Serien stabil und kommt mit schnellen CFexpress-Karten kaum an die Puffergrenze. Die Pre-Capture-Funktion ist weiterhin dabei und speichert schon eine halbe Sekunde vor dem Auslösen – ideal, wenn du den perfekten Moment sonst knapp verpasst hättest. Der Rolling Shutter ist spürbar reduziert, wenngleich bei extrem schnellen Schwenks noch leicht sichtbar. Für Action- oder Reportageeinsätze ist die R6 III aber absolut zuverlässig.
Video: 7K RAW, 4K 120p und Canon Log 2
Die wohl größten Verbesserungen betreffen den Videobereich. Die R6 Mark III nimmt intern 7K-RAW-Video mit 12 Bit auf – wahlweise im klassischen DCI-Format oder im Open-Gate-3:2-Modus über die volle Sensorfläche. Mit Canon Log 2 und Log 3 stehen nun zwei professionelle Log-Profile zur Verfügung. Besonders spannend: Die Kamera verfügt über False Color zur präzisen Belichtungsbeurteilung – ein Feature, das bislang den Cinema-Modellen vorbehalten war.
Ebenfalls neu: 4K 120 fps ohne Crop, intern mit 10 Bit 4:2:2. Das eröffnet eindrucksvolle Zeitlupenoptionen bei voller Bildqualität. In Kombination mit dem verbesserten Rauschverhalten (Dual Base ISO 800 / 6.400) liefert die R6 III auch bei schwachem Licht saubere, detailreiche Ergebnisse – ideal für Konzerte, Hochzeiten oder Dämmerungs-Shots.
Über den vollen HDMI-Port lässt sich extern in ProRes RAW aufzeichnen, während intern gleichzeitig MP4-Proxys erstellt werden können. Das 24-Bit-Audio sorgt für klaren, dynamischen Ton direkt aus der Kamera.
Low Light & Bildqualität
Bis ISO 6.400 produziert die R6 Mark III sehr rauscharme Fotos, und selbst darüber bleibt das Rauschverhalten erstaunlich sauber. Die Farben wirken typisch Canon – lebendig, ausgewogen und sofort einsatzbereit. Der 32,5-MP-Sensor bietet außerdem genug Reserve zum Croppen, ohne dass die Details leiden.
Handling und Ergonomie
Äußerlich hat sich wenig verändert, was viele freuen dürfte. Das Gehäuse liegt hervorragend in der Hand, ist staub- und spritzwassergeschützt und bleibt angenehm kompakt. Neu hinzugekommen sind eine Tally-Lampe und der clevere S&F-Modus (Slow & Fast), über den du schnell zwischen Framerates wie 25p, 50p oder 100p wechseln kannst.
Das Menü wurde sinnvoll erweitert – wobei Canon den Videofunktionen langsam einen eigenen Menüpunkt spendieren dürfte. Praktisch: Foto- und Video-Einstellungen sind jetzt getrennt gespeichert, sodass du beim Wechsel zwischen den Modi keine Parameter neu anpassen musst.
Ein kleines, aber willkommendes Detail: Die Wasserwaage bleibt beim Filmen endlich sichtbar – eine Kleinigkeit, die vielen Creator:innen das Leben erleichtert.
Stabilisierung und Ausstattung
Der integrierte IBIS gleicht bis zu 8,5 Belichtungsstufen aus – nochmal ein bisschen mehr als bereits beii der R6 II. Zusammen mit dem optischen IS vieler RF-Objektive entstehen ruhige Videos, oft ganz ohne Gimbal. Zur Ausstattung gehören zwei Kartenslots (CFexpress Typ B und SD UHS-II) sowie der neue LP-E6P-Akku, der mehr Leistung bietet, aber weiterhin kompatibel mit älteren LP-E6NH-Akkus bleibt.