Canon 14mm f1.4 L VCM - Ein Traum für Astrofotografen
Canons neues RF-Flaggschiff kombiniert extreme Lichtstärke mit überraschend kompakter Bauweise und sehr hoher Bildqualität.
Mit dem RF 14mm f1.4 VCM erweitert Canon das RF-System um ein außergewöhnlich lichtstarkes Ultraweitwinkel für Vollformat. Die Kombination aus 14mm Brennweite und einer maximalen Blende von f1.4 richtet sich klar an Astrofotografen, aber auch an Landschafts- und Architekturfotografen, die bei wenig Licht oder mit maximalem Gestaltungsspielraum arbeiten möchten. Gleichzeitig ist das Objektiv Teil der VCM-Serie und damit explizit auch für hybride Foto- und Videoanwendungen ausgelegt.
Technische Daten
- Bajonett: Canon RF-Mount
- Brennweite: 14 mm
- Lichtstärke: F1.4 – 16
- Blendenlamellen: 11
- Optischer Aufbau: 18 Linsen in 13 Gruppen (3 GMo-asphärische Linsen, 1 UD-Linse, 1 BR-Linse, 1 Fluorit-Linse)
- Naheinstellgrenze: 0,24 m
- Max. Abbildungsmaßstab: 0,11x
- Fokusantrieb: Voice Coil Motor (VCM)
- Vergütung: ASC, SWC, Super Spectra
Fluor-Beschichtung: Frontlinse - Filter: Rückseitiger Gelatinefilter (36,7 × 29,4 mm)
- Staub- und Spritzwasserschutz: Ja
- Maße (Ø × Länge): 76,5 × 112 mm
- Gewicht: ca. 578 g
Verarbeitung und Funktionen
Das RF 14mm f1.4 VCM kombiniert eine robuste Bauweise mit vergleichsweise moderatem Gewicht. Mit 578 g bleibt das Objektiv für diese Brennweiten- und Lichtstärkeklasse gut handhabbar. Die Abmessungen von 76,5 × 112 mm fallen kompakter aus, als man es bei einem 14mm f1.4 erwarten würde. Eine fest integrierte Gegenlichtblende ist vorhanden und schützt die stark gewölbte Frontlinse zuverlässig im Alltag.
Canon setzt auf einen VCM-Autofokus, der schnell, präzise und leise arbeitet. Gerade für Videoaufnahmen ist das relevant, da die VCM-Konstruktion auf minimiertes Focus Breathing ausgelegt ist. Ergänzt wird das Ganze durch einen dedizierten Iris-Ring, der insbesondere Filmern eine direkte und feinfühlige Blendensteuerung ermöglicht.
Auf ein Frontfiltergewinde verzichtet Canon. Stattdessen ist ein rückseitiger Gelatinefilter vorgesehen. Das ist eine typische Lösung bei extremen Ultraweitwinkeln und vor allem für Astrofotografen praxisnah. Die Naheinstellgrenze liegt bei 24 cm, was auch für dynamische Perspektiven im Nahbereich Spielraum bietet.
Bildqualität und optische Leistung
Optisch fährt Canon beim RF 14mm f1.4 VCM deutlich auf. Der Aufbau umfasst 18 Linsen in 13 Gruppen, darunter drei GMo-Asphären, eine UD-Linse, eine BR-Linse zur gezielten Reduktion von Farblängsfehlern sowie ein Fluorit-Element. Fluorit ist in dieser Objektivklasse ungewöhnlich und unterstreicht den Anspruch, chromatische Aberrationen und Komaeffekte konsequent zu minimieren.
Canon legt den Fokus klar auf eine hohe Schärfe über das gesamte Bildfeld, bereits bei Offenblende. Gerade in der Astrofotografie ist das entscheidend, da Sterne bis in die Bildecken möglichst punktförmig abgebildet werden sollen. Die gezielte Unterdrückung sagittaler Komaeffekte sorgt für saubere Sternabbildungen ohne auffällige Verzerrungen oder Schweife.
Zusätzlich kommen Canons SWC- und ASC-Vergütungen zum Einsatz. Sie reduzieren Streulicht und Reflexionen effektiv, was sich insbesondere bei Gegenlichtsituationen und Nachtaufnahmen positiv bemerkbar macht. Die 11-lamellige, kreisrunde Blende trägt zu einem gleichmäßigen Unschärfeverlauf bei, auch wenn das Bokeh bei einem 14mm naturgemäß eine untergeordnete Rolle spielt.